Gefahr im „Toten Winkel“ erkennen

Gepostet am Nov 8, 2018 in Allgemein

“Kannst du deine Mitschüler sehen?”, fragt Christoph Flittner einen Schüler der Klasse 6a der Mittelschule Altenerding, der auf dem Sitzplatz des Busfahrers in einem Schulbus der Firma Scharf sitzt. Erst als dieser sich ganz verdreht, kann er einen Teil seiner Mitschüler im Rückspiegel sehen. “Der Busfahrer kann euch als Fußgänger oder Radfahrer in einem bestimmten Bereich, dem sogenannten “Toten Winkel”, nicht sehen.” erklärt Flittner. Auch als er die Klasse auffordert, sich durch Herumspringen bemerkbar zu machen, war die Klasse für den “Fahrer” weder durch Schulterblick noch im Spiegel zu sehen. Flittner, 2. Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Erding und Inhaber einer Fahrschule, demonstriert den Schülern, die auf einem orangenen Dreieck mit der Aufschrift “Toter Winkel”neben dem Bus stehen, eindrucksvoll, wie gefährlich es werden kann, wenn man sich im “Toten Winkel” eines Autos oder LKWs befindet. Das Dreieck symbolisiert dabei in etwa den Bereich des “Toten Winkels”. Oft enden Kollisionen mit Fahrzeugen dort für Radfahrer, aber auch Fußgänger tragisch. Mit der praktischen Unterrichtseinheit soll den 5. und 6. Klassen, aber auch Grundschülern, bewusst gemacht werden, welche eingeschränkten Sichtverhältnisse der Lenker eines Schwerfahrzeuges von seinem Fahrersitz aus hat. Der „Tote Winkel“ fordert jährlich viele Opfer in Deutschland und Europa. Die Opfer sind meist Kinder. Klassenlehrer Florian Felkel und Ulrike Willenbring, die Lehrerin für Verkehrserziehung an der Mittelschule Altenerding, sind sich nach der Unterrichtseinheit sicher, dass ihre Schülerinnen und Schüler die Gefahrensituation im “Toten Winkel” in Zukunft viel besser einschätzen können.