Unsere Übergangsklasse

Übergangsklasse an der Mittelschule Altenerding

Die jungen ausländischen Schüler müssen auf das bayerische Schulsystem vorbereitet werden. Daher wurde im Schuljahr 2014/15 an der Mittelschule Altenerding eine sogenannte Übergangklasse eingerichtet. 

Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es an unserer Schule eine Übergangsklasse als gebundene Ganztagsklasse für die Jahrgangsstufe 6.  Übergangsklassen werden für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache angeboten, die als Quereinsteiger in das deutsche Schulsystem nur rudimentäre oder keine Deutschkenntnisse besitzen. Die Grundlage für die Übergangsklasse stellt der Lehrplan – mit dem Fach Deutsch als Zweitsprache – dar. Die Schülerinnen und Schüler werden besonders in der deutschen Sprache gefördert und bei Lernfortschritten in die entsprechende Jahrgangsstufe der Regelklasse eingegliedert.

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Mit der Installation einer Übergangsklasse in die gebundene Ganztagsklasse im Schuljahr 2016/2017 konnte durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds eine erweiterte sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung gewährleistet werden.

Frau Gräwert, Dipl. Sozialpädagogin (FH), ist mit einer durchschnittlichen Wochenstundenzahl von 16 Stunden als Pädagogische Fachkraft für die sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in der gebundenen Ganztagesklasse zuständig.

Was bietet eine Übergangsklasse an?

In einer Übergangsklasse werden Kinder, deren Muttersprache nicht der Unterrichtssprache entspricht, durch gezielte Sprachförderung auf den regulären Unterricht vorbereitet. Dabei handelt es sich vor allem um junge Migranten aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland sowie Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten.

Nach spätestens zwei Jahren sollen alle Schüler der Übergangsklasse am Regelunterricht teilnehmen können. Ein früherer Übertritt ist bei entsprechender Sprachkompetenz ebenfalls möglich.

Neben der Wissensvermittlung in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften wird vor allen Dingen das Erlernen der deutschen Sprache in den Mittelpunkt des Lernens gerückt. Zehn Wochenstunden in Deutsch als Zweitsprache stehen dazu auf dem Stundenplan. Den Schülerinnen und Schülern soll die deutsche Sprache als Werkzeug der Kommunikation an die Hand gegeben und die Voraussetzung geschaffen werden, dem regulären Unterrichtsgeschehen folgen zu können.

Ziel ist es, die Schüler darauf vorzubereiten, nach spätestens zwei Jahren, am regulären Unterricht teilzunehmen.

 

Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Jugendliche in Übergangsklassen (AWO) in Kooperation mit der Organisation INVIA (Jugendmigrationsdienst Erding)

Da viele der Schülerinnen und Schüler in Übergangsklassen starken psychischen, oft traumatischen, Erfahrungen ausgesetzt waren, bedarf es neben der Förderung der schulischen Leistung besonderer Sensibilität und Maßnahmen, die an der gesamten Persönlichkeit des Schülers ansetzen. Dazu gehören insbesondere Angebote wie Musizieren, Malen, Kreatives Gestalten oder das Spielen.

Mitarbeiter von INVIA unterstützen unsere Schüler mit dem interkulturellen Training „Spiele aus aller Welt“, das ein Trainingsangebot für SchülerInnen in Übergangsklassen an Mittelschulen ist und aus drei Teilen besteht:
Einführung
Interkulturelles Lernen (Übungen zu Themen wie unterschiedliche und gemeinsame Kulturstandards, Nähe/ Distanz usw. gearbeitet (z.B. anhand der Übung „Albatros“)) und
Spiele aus aller Welt.

Außerdem bietet INVIA durch individuelle und gezielte Beratung der Schüler Hilfen z.B. für den Berufseinstieg an.