Geschichte

Auszug aus „Die Schulen in Altenerding“ (1987) von Kreisheimatpfleger Wolfgang Schierl:

Das vierte Schulhaus

Da sich die alte Friedrich-Fischer-Siedlung in Klettham durch weitere Wohnungsbauten ständig vergrößerte, beschloss der Gemeinderat in diesem Gebiet ein weiteres Schulhaus bauen zu lassen.  Der Vorschlag des Schulamtes und der Regierung zur Behebung der Schulraumnot in Altenerding und in Erding gemeinsam ein Schulhaus an der Gießereistraß, also auf Erdinger Stadtgrund zu errichten, wurde nicht verwirklicht. Im Jahr 1962 konnte das vierte Schulhaus in der Altenerdinger Schulgeschichte  an der Rupprechtstraße in Klettham bezogen werden.

Dieses neue Schulhaus hatte 15 Klassenzimmer, Handarbeits- und Werkraum, eine Schulküche und die erste Schulturnhalle  im Erdinger Raum. Diese Schule war von 1963 – 1969 Volksschule, d. h. es wurden alle acht Klassen unterrichtet.

Das fünfte Schulhaus

1970 hatte Altenerding schon 8506 Einwohner. Darum reichten die elf Schulräume am Ort bald nicht mehr aus. Die Gemeinde kaufte im Süden der Langen Feldstraße Grundstücke und erbaute dort 1973 zunächst auf freiem Feld ihr fünftes Schulhaus. Diese wurde in Fertigbauweise durch eine Dillinger Stahlbaufirma aus dem Saarland errichtet. Architekt war Anton Kressierer, Erding. Die Gesamtkosten betrugen 6 Mio. DM. Diese Schule erhielt die Bezeichnung „Grundschule Altenerding-Süd“ und hatte ab dem Schuljahr 1973/74 acht Grundschulklassen mit 269 Kindern, acht Klasslehrkräften, zwei Religionslehrern und einer Päd. Assistentin. Da der Schultrakt insgesamt 16 Lehrsäle, zwei Fachräume und eine Zweifachturnhalle enthielt, wurden dort auch die 5. und 6. Klassen der Hauptschule Altenerding-Ort ausgelagert.

Das modernisierte Schulhaus in Klettham.

Das modernisierte Schulhaus in Klettham.

Das sechste Schulgebäude

Die nach den neuen Lehrplänen für eine Hauptschule geforderte räumliche Ausstattung fehlte fast gänzlich im dem 1954 erweiterten Schulhaus im Ortskern von Altenerding. Ein immer stärker geforderter Neubau einer Hauptschule führte innerhalb der Gemeinde fast 10 Jahre lang zu heftigen Kontroversen. 1983 entstand endlich ein neues Hauptschulgebäude neben der Grundschule in Altenerding-Süd als ein sechstes Schulhaus innerhalb der Altenerdinger Gemeindegrenzen, allerdings nicht mehr von dieser Gemeinde gebaut, sondern schon von der Stadt Erding. Architekt war wieder Anton Kressierer, die Gesamtkosten beliefen sich auf 10 Mio. DM für 10 Schulsäle und sechs modern ausgestattete Fachräume. Als Turnhalle für die Hauptschüler wurde die Semptsporthalle, eine Dreifachturnhalle, genutzt. Die Schulküche befand sich im Untergeschoss der Grundschule.

In diesem Gebäude befand sich die Hauptschule Altenerding-Ort.

In diesem Gebäude befand sich die Hauptschule Altenerding-Ort.

Der Oberstudiendirektor i. R. Eugen Häusler schreibt in dem Buch „Erding seit 1945“ über die Entwicklung der Altenerdinger Schulen:

Ursprünglich lag die Hauptschule Altenerding in der Ortsmitte, und zwar in dem Gebäude, das lange Zeit die Volkshochschule beherbergt hat und in dem sich heute ein Kindergarten der AWO befindet. Als im Februar 1973 die Grundschule in das rasch errichtete neue Schulhaus am Südrand der Gemeinde umzog, konnte sie sogar die 5. und 6. Klassen der Hauptschule dorthin mitnehmen. Dennoch wurde die Forderung der Eltern lauter, das alte Schulhaus aufzugeben. Man diskutierte heftig, auch in der örtlichen Presse, über Lösungen, darunter über den Vorschlag, in Oberding eine neue Hauptschule zu bauen. 1983 war es endlich so weit – inzwischen war die Fusion der drei Kommunen Erding, Altenerding und Langengeisling erfolgt -, dass für 10 Mio. DM die zehn Klassen- und sechs Fachräume für die Fünft- bis Neuntklässler gleich neben der Grundschule gebaut wurde.

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Beginn der Bauarbeiten zur Aufstockung

Für die Hauptschule Altenerding stellte sich 18 Jahre später das Raumproblem neu, zumal zunehmend Fachräume, z. B. für den Informatikunterricht, die Schulsozialarbeit, die Offene Ganztagsschule gebraucht wurden. Im Frühjahr 2002 wurde  deshalb die Schule um ein Geschoss aufgestockt, so dass fünf Klassenzimmer und Fachräume für Hauswirtschaft und Werken/Textiles Gestalten gewonnen werden konnten.

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So sieht die Mittelschule Altenerding heute aus.

Übersicht

1962          Volksschule in Klettham nimmt Unterrichtsbetrieb auf

1969          Aufteilung der Volksschule in Grund- und Hauptschule

1973          Grundschule Altenerding-Süd nimmt Unterrichtsbetrieb auf; 5. und 6. Klassen der Hauptschule werden dorthin ausgelagert

1983          Umzug der Hauptschule von Altenerding-Ort ins neue Schulhaus Altenerding-Süd

2002         Aufstockung der Hauptschule mit einem 3. Geschoss

2011          Hauptschule wird zur Mittelschule

 

Schulleitungen

Rektoren/innen

1983 – 1998     Karl Haggenmüller

1998 – 2014     Peter Libossek

ab 2014            Karin Rausch

Konrektoren/innen

1983 – 1990     Simon Ascher

1990 – 2001     Rudolf Lobenwein

2002 – 2003   Gisela Mairinger-Ritschel (kommissarische Stellvertreterin)

ab 2003            Renate Holzinger