Gepostet im Januar, 2018

Die Ganztags-Übergangsklasse 6c

Gepostet am Jan 29, 2018 in Zeitungsartikel

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Die Ü-Klasse als gebundene Ganztagsklasse – ein Erfolgsmodell

Gepostet am Jan 10, 2018 in Allgemein

Im Schuljahr 2016/2017 gab es an unserer Schule erstmalig eine Übergangsklasse als gebundene Ganztagsklasse für die Jahrgangsstufe 6.  Übergangsklassen werden für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache angeboten, die als Quereinsteiger in das deutsche Schulsystem nur rudimentäre oder keine Deutschkenntnisse besitzen. Die Grundlage für die Übergangsklasse stellt der Lehrplan – mit dem Fach Deutsch als Zweitsprache – dar. Die Schülerinnen und Schüler werden besonders in der deutschen Sprache gefördert und bei Lernfortschritten in die entsprechende Jahrgangsstufe der Regelklasse eingegliedert.   Mit der Installation einer Übergangsklasse in die gebundene Ganztagsklasse im Schuljahr 2016/2017 konnte durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds eine erweiterte sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung gewährleistet werden. Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien werden mit einer gezielten Förderung besser integriert, um ihre Teilhabechancen an der Gesellschaft zu erhöhen. Schule versteht sich hier als zentraler Lern- und Lebensort, den alle Kinder und Jugendlichen besuchen. Frau Gräwert, Dipl. Sozialpädagogin (FH), ist mit einer durchschnittlichen Wochenstundenzahl von 16 Stunden als Pädagogische Fachkraft für die sozialpädagogische Betreuung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in der gebundenen Ganztagesklasse zuständig. In der gebundenen Ganztagesübergangsklasse wurden im Schuljahr 2016/2017 insgesamt 26 schulpflichtige Kinder beschult. Die genaue Anzahl der Schülerinnen und Schüler änderte sich im laufenden Schuljahr aufgrund von Zu- und Wegzug, sowie dem Übertritt in Regelklassen oder auf andere Schulen, ständig. Im Schuljahr kamen hauptsächlich Schülerinnen und Schüler aus dem europäischen Ausland hinzu. Es waren insgesamt neunzehn Schüler und sieben Schülerinnen. Sie vertraten 16 Nationen – Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea, Brasilien, Kongo, Amerika, Griechenland, Kroatien, Serbien, Ungarn, Bulgarien, Polen, Italien, Albanien und China. Die Altersstruktur bewegte sich zwischen 11 und 14 Jahren. Viele Schülerinnen und Schüler sind starken psychischen, oft traumatischen Erfahrungen ausgesetzt und es bedarf neben der Förderung der schulischen Leistungen auch besonderer Sensibilität und wertorientierenden Maßnahmen, die an der gesamten Persönlichkeit des Schülers ansetzen. Die sozialpädagogische Betreuung ist darauf ausgerichtet, die Toleranz gegenüber Fremden zu stärken. Der Aufbau interkultureller Kompetenz bei allen Schülerinnen und Schülern sowie die kulturelle Integration durch nachhaltige Werte- und Demokratieerziehung sind die zentralen Themen. Die Arbeit mit der Zielgruppe erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, da Arbeitsinhalte immer wieder an die aktuelle Situation angepasst werden müssen. Sehr wichtig ist die Einzelfallhilfe. Sie beinhaltet • Gegenseitiges Kennenlernen und Aufbau eines Vertrauensverhältnisses • Gespräche über persönliche Ziele, Wünsche und Sorgen • Aufzeigen von Freizeitmöglichkeiten, Sportvereinen, etc. • Niedrigschwellige Hilfen und Alltagshilfen • Gespräche zur Konfliktlösung • Krisenintervention • Vermittlung an Ärzte und Fachstellen • Gemeinsamens Mittagsessen • Aufzeigen von Möglichkeiten für die Mittagspausengestaltung • Anbahnung von Kontaktaufbau zu SchülerInnen der Regelklassen Ein weiterer Schwerpunkt ist die Elternarbeit. Sie umfasst • Regelmäßige Elterngespräche • Ängste und Unsicherheiten abbauen z.B. Informationen über bayerisches Schulsystem, Lehrplan, Schwimmunterricht, etc. • Empfehlung an Eltern z.B. für Arztbesuche, Erziehungsberatungsstellen, etc. • Konkrete Hilfestellung bei individuellen Problemlagen und ggf. Weitervermittlung an entsprechende Fachstellen z.B. Hilfen zur Erziehung, Heckscher Klinik, SPZ, etc. • Unterstützung bei finanziellen und aufenthaltsrechtlichen Fragen, z.B. Essensgeldzahlung • Empfehlungen für Testungen, z.B. Schulpsychologin • Hinweise über wichtige schulinterne Abläufe – z.B. Krankmeldung des Kindes • Information über Bildungs- und Teilhabepaket Im Laufe des Schuljahres wurde viele Projekte durchgeführt. Hier eine Auswahl: • Thema Klassengemeinschaft Wir lernen uns kennen, wir nehmen uns wahr, wir sind ein Team / Gemeinsamkeiten finden – gegenseitige Akzeptanz stärken, Vorurteile und Ängste abbauen / Teamübungen „Eierfall“ und „Kugelbahn“ mit Präsentation und Reflexion / Teamspiele zum Abbau von Konflikten und zum Aufbau von Respekt / Geburtstagsritual • Thema Identität Austausch über eigene Herkunft, Lebensgeschichte, Muttersprache / Wo wohne ich in Erding – Schulweg – Wie komm ich zur Schule / Selbstreflexion – Ich mag mich, Ich mag mich nicht / Zukunftswüsche entwickeln – Ich in...

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